Personenverzeichnis Kupferkind: Ein Entwurf/ echt unecht oder war es andersrum?/ der kleine Egoist/ das bessere Ich/ ein hirntotes Liebewesen/ die, die das schreibt/ die, die so tut, als ob sie das schreibt/ die, die nicht weiß, aber gerne wissen würde/ die- ach, lest doch selbst! Karla Kolumna: Tochter und Einzelkind der wahrhaftigen Karla Kolumna, kurz KK II. Ausbildung zur Professional-FAQ-Konzeptionistin bei Kürthy&Co. GmbH. Unbezahlt. Weitere sprechen für sich. In Posts. Manchmal.

27 Februar 2006

Socialising

Den Kopf voller Gedanken, die schwirren und lärmend kreisen. Scheinen viel bedeutender als das Abitur oder wollen es zumindest sein. Flattern in der Hoffnung bedacht, erdacht und erlöst zu werden. Möchten das offene Buch ignorieren, den Blätterstapel übergehen, den Kugelschreiber im Mäppchen wissen. Hauptsache sie werden erhört.


Erst der Enthusiasmus, dann erst der Fleiß.
Stefan Zweig (1881-1942)

25 Februar 2006

Die 6. Todsünde


Ich bin müde, kann aber nicht mehr schlafen. Sarah hingegen schon- das könnte noch dauern. Deshalb eine Zusammenfassung des "all you and I can eat"-Geburtstagsmahls:

Vorspeise: Buchstabensuppe, Grießsuppe und Mozzarella-Tomate
Hauptgericht: Ofenkartoffeln mit Dip und Quiche
Desert: Weihnachtstrifle, Mandelschleifen, Eierlikörkuchen, Tiramisu und Geburtstagstorte mit HappyBirthday Schokoladenaufschrift und viel Sahne. Eigentlich noch Waffeln, aber die wollte niemand mehr mit mir essen. :-D
Sonstiges: Pombären und Alis Superbowle.
Gegessen wurden nicht: Milupa-Schokobabybrei, Käsestangen, Mini-Brezeln, Schokolade.
Restlos weggeputzt wurde nichts (dafür war das Menü einfach zu lang), verhungert ist auch niemand. Überfressen haben sich alle. Die Supervöllerei.

P.S.: Freue mich, dass fast alle gekommen sind. War mal wieder sehr schön mit euch. Und Roya kann sich heute gerne noch Torte, Tiramisu und Quiche abholen oder zum Waffelessen vorbeikommen.

23 Februar 2006

Gerade noch jung genug für einen kurzen Eintrag...


Morgen habe ich Geburtstag und werde 19 Jahre alt. Oder sollte ich sagen: 19 Jahre jung damit ich mich nicht so alt fühle? Eigentlich finde ich 19 nicht wirklich alt, aber da ruft heute jemand bei mir an und sagt: "Gell, 19 ist halt schon ein voll dummes Alter?" Was soll man dazu sagen? Da fühle ich mich nicht nur hibbelig wegen morgen, sondern da wird mir auch mulmig zumute. Jung muss ich ja nicht sein - aber alt eben auch nicht. Nächstes Jahr halte ich diese Jung-Alt-Diskussion für gerechtfertigt, aber diese Jahr tue ich es noch lächelnd ab. Beunruhigende Telefonate hin oder her.

Was ich mit 18 noch los werden muss...
... mein 18. Geburtstag letztes Jahr war schön. Der Abschied der Abiturienten 2005 sehr ungewohnt und trotzdem überfällig (zumindest wenn ich da so an manche Schüler denke). Die Studienfahrt war sehr lustig und nächtliche Gespräche mit meinem Nadsspatz und Oropax einmalig. Malta war heiß, toll und mal was ganz anderes. Das letzte Jahr auf dem Gymnasium ist furchtbar traurig, schön, schrecklich und unbegreiflich nahe am Ungewissen (darüber nachzudenken macht mich ganz wehmütig). Psychologie als Orchideenfach einfach unverbesserlich. Herzschmerz manchmal im Blow-Up, dann wieder winzig klein. Etliche Wendepunkte gesichtet. Grenzerfahrungen im Bereich Zahnmedizin gesammelt. Immer wieder die Hoffnung am Schlawittchen gepackt und kurz vorm aufgeben wiederentdeckt. Das 19. Jahr wird toll- da bin ich mir ganz sicher...

Das Glas ist halb voll.

18 Februar 2006

Frust

Auslöser:
- Ich bekomme eine Spongebob-Zahnlücke zwischen den Vorderzähnen (man sollte diese Zahnärzte endlich verklagen. Vor drei Wochen war alles noch in Ordnung. Wahrscheinlich machen die mich zu einem Problemfall aufgrund Patientenmangels.)
- Heute war ich sieben Stunden lang Aktzeichnen und kann es noch immer nicht. Es war schon interessant, aber wenn ich mein Bild und dann die Blätter von den anderen angeschaut habe, kam ich mir unfähig vor.
- Ich muss noch Deutschbücher fertig lesen und habe keine Lust. An Effi kann man sich das Gehirn wund lesen. Man liest und liest und es nimmt kein Ende - "ein zu weites Feld"
- Ich warte auf ein Wunder und es kommt nicht.

Abstinenzler = Leute, die niemals entdecken, was sie versäumt haben.
Marcello Mastroianni (1924-96),

15 Februar 2006

I wanna be made

Inaktiv -> Aktiv

Ich bin ein Gammler. Zumindest in letzter Zeit. Sehr schlecht. Denn in nächster Zeit (46 Tage) habe ich Abi. hmm. Vielleicht sollte ich jetzt symbolisch Abschied von dieser Ruhephase nehmen.

Die Konsequenzen und Abivorsätze:
1. Kein msn (ab morgen! - Kupferkind: "ich will nicht. muss das wirklich sein?" Gewissen: "Ja, muss sein.")
2. Endlich wieder Abizeitungschefredakteurwürdig werden.
3. Linder lesen, zusammenfassen, unters Kopfkissen legen, rauf und runter beten, auswendig lernen und vorher: verstehen.
4. Mathe lernen (Unterricht darf vernachlässigt werden, Hausaufgaben zumindest manchmal machen)
5. Für Klausuren vor dem Abi lernen.
6. Zwischen Küche und Kupferkindszimmer ist es verboten anzuhalten um "kurz" einen blick auf den Fernsehbildschirm zu werfen.
7. Internet nach dem Mittagessen.

Wenn ich das alles schaffe, bin ich unsterblich...

Wort des Tages: Unisex (und Konnis Blick zu diesem Wort)

10 Februar 2006

Kupferkindszustand abstrakt

04 Februar 2006

Komm! Komm! Schon weicht die tiefe Nacht.

Die Woche war schlecht. Oder mir war von der Woche schlecht. Oder ich war diese Woche schlecht. Oder die Woche war schlecht und ich war auch schlecht.
Kurzum: Tiefpunkt.

Doch wie schon M.S. Fogg weiß "life is a yo-yo". Und es geht bergauf. Denn ich kann wieder essen (zumindest Weiches und für nicht zu lange Zeit), mein Mund ist einigermaßen unwund und unschmerzend und das Wichtigste: ich fühle mich endlich wieder soweit gestresst, dass ich zum Arbeiten motiviert bin.
Kurzum: Kupferkind ist quietschvergnügt.

Fliege fort, Fliege fort!
Faust in "Faust: Der Tragödie erster Teil" von Johann Wolfgang Goethe, Zeile 4420)

02 Februar 2006

Aufklärung

"Ein im 18. Jahrhundert aufkommender Begriff
1. allgemein für einen Erkenntnisprozess, der gerichtet ist auf die Befreiung von Traditionen, Institutionen, Konventionen und Normen, die nicht vernunftgemäß begründet werden können, um die Gesamtsituation des Menschen durch die so gewonnene Erkenntnisse im Sinne des Fortschritts zu verändern"
(s. Meyers Grosses Taschenlexikon in 24 Bänden, Band 2 Ank - Baj, S.218 (Uninteressantes Detail: Auch abgebildet ist "Nathan der Weise" Buchcover von Gotthold Ephraim Lessing von 1779))


Aufklärung am 2. Februar 2006 an einem Stuttgarter Gymnasium: Radikale Aufklärung durch Konfrontation. Biolehrer stürmt Kunstsaal mit den Worten "ahh, eine nackte Frau!". Blanca kann ja auch nichts dafür, dass sie in Schulen für Oberstufenschüler barfuß bis an den Hals posen muss und nebenbei Sachen sagen soll wie "Picasso hat auch blindzeichnungen gemacht" oder "ist bei euch das Schulterloch (oder war es das Halsloch?) auch auf dem selben Lot wie die Innenseite des Standbeins?". Was ein Biolehrer im Kunstsaal zu suchen hat ist außerdem ungeklärt. Die Aufklärung macht allerdings halt vor Minderjährigen: Siebtklässler werden verschreckt mit "Wir sind alle nackt"-Rufen (Kunstlerhrerin) und nur durch 3mm-breiten Spalt begrüßt bzw. fortgeschickt.
Weitere Aufklärungsangebote in Psychologie zu später Stunde. Jedoch auch nur für die Oberstufe. Diskutiert werden Eros und Destrudos beim Sex. Psychologielehrerin muss das Aggressive der Sexualität erklären, kleiner Schwenk zum Thema Perversion mit dem Fazit "Wenn uns das Über-Ich nicht kontrollieren würde, wären alle menschen pervers"( fraglich). Sehr interessante Ansicht. Man wartet nur noch auf den Tag, an dem man sich mit der Klasse statt Biologie-Unterricht bei Beate Uhse trifft.