Personenverzeichnis Kupferkind: Ein Entwurf/ echt unecht oder war es andersrum?/ der kleine Egoist/ das bessere Ich/ ein hirntotes Liebewesen/ die, die das schreibt/ die, die so tut, als ob sie das schreibt/ die, die nicht weiß, aber gerne wissen würde/ die- ach, lest doch selbst! Karla Kolumna: Tochter und Einzelkind der wahrhaftigen Karla Kolumna, kurz KK II. Ausbildung zur Professional-FAQ-Konzeptionistin bei Kürthy&Co. GmbH. Unbezahlt. Weitere sprechen für sich. In Posts. Manchmal.

26 April 2006

Klagelied 1.Strophe 2.Vers

Habe Halsweh, hatte gestern Kopfweh, fühle mich müde, geschlaucht, negativ gestresst, gelangweilt, depressiv,...
Aus der Ecke schreits: "Dann heul doch!"
Das Kupferkind heult.
Aus der Ecke: "Und? Wie ist´s jetzt?"
Kupferkind:"Auch nicht besser."

23 April 2006

Ich bin Ende oder Anfang.

Vielleicht nimmt alles doch noch ein gutes Ende. Selbst die Ferien. Schließlich konnte ich mich seit heute vormittag auf dem Balkon (es war so sonnig, dass ich fast einen Sonnenbrand auf den Schultern habe, die Sonnenbrille zum Lesen aufgezogen habe und unser Hausmeister, der mich vorgestern Berufsberaten hat (Was nur in seltenen Fällen empfehlenswert, da ich neben den Tipp Beamtin zu werden auch noch meine U-Bahn zum Training verpasst habe. Aber ich weiß nun, was seine Tochter beruflich macht, die in der Nachbarschaft auch für im Folgenden genannter Tätigkeit bekannt ist. ) seine Streitgespräche in den Garten verlegt hat. Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob es nun wirklich der Hausmeister war. Mein Nachbar mit der Kuckusuhr war es zumindest nicht.) [Wer den Anfang des eigentlichen Satzes jetzt schon vergessen hat: "Schließlich konnte ich mich seit heute morgen auf dem Balkon"] für Franz Kafka und sein Unglücklichsein begeistern.

"Meine Geschichte würde mich nicht schlafen lassen, Du bringst mir mit den Träumen den Schlaf."
Kafka an Felice

21 April 2006

"Wie schnell alle Sterne verschwinden, sobald sich die Sonne erhebt."
Friedrich Martin von Bodenstedt

13 April 2006

Wenn ich groß bin, will ich...

A wie
Altenpfleger/in
Anlagenmechaniker/in
Arzthelfer/in
Aspahltbauer/in

Es sind gerade Osterferien. Die letzten meiner Schullaufbahn – zumindest hoffentlich... Neben Kafkas "Urteil" lesen und Bym-Leserbriefschreiben, bin ich gerade auf Berufssuche oder großes Lebensglück finden oder Zukunft gestalten oder großes Nichts definieren. Bisher stochere ich noch etwas orientierungslos in einigen Testauswertungen und in meinem ZOS-Ordner herum.
( ZOS = Zielorientierungsseminar, laut Stuttgarter Zeitung "Die S-Klasse der Berufsfindung", bei mir leider unwirksam. Aber hey: Wer mir rät Ethnologie zu studieren, weil das besser als Psychologie sei und Agrarwissenschaften an einer Universität mit Rasenexperte studiert, gehört zum S-Klasse-Zubehör dazu – und ist leider unggeeignet, nicht vertrauenswürdig und besitzt fragliche Kompetenz.)

B wie
Bademeister/in
Buchbinder/in
Büchsenmacher/in
Bürsten- und Pinselmacher
Bundesgrenzschutz
Bundeswehr

Doch ein Kupferkind steckt nicht den Kopf in den Sand, sondern sperrt seine Kulleraugen auf und liest den Studienfüherer der "Zeit" (gestern, im Bett, vorm stundenlangen Soßekochen) und läuft in die Bücherei (heute, 10.50 Uhr, zehn Minuten vor Öffnungszeit, beschädigt an der gläsernen Eingangstür dieselbige und sich fast, steht um 11.02 Uhr trotz allem unversehrt im ersten Stock unter der hellblauen "Beruf"-Neonschrift) und entleiht Bücher mit der Kennzeichnung Nlk et cetera ohne die Fünfzig-Bücher-Maximum-Ausleih-Grenze zu überschreiten.

E wie
Edelsteinschleifer/in
Emailschriftenmaler/in
Energieelektroniker
Evangelische/r Diakon/in
Ewerführer

Jetzt heißt es suchen und finden, lesen, sehen und begeistert sein. Falls sich der Traumberuf doch nicht blicken lässt, bin ich für Berufsvorschläge offen so lange sie nicht unter die Begriffsbezeichnung Langzeitarbeitslose, Müllmann ähh Müllfrau oder Bildzeitungs- bzw. Galaredakteur fallen.

H wie
Handzuginstrumentenmacher/in
Hebamme
Heimerzieher/in
Herrenschneider/in


(ahgB wie alle hier genannten Berufe aus "Beruf aktuell", Ausgabe 2004/2005 von der Bundesagentur für Arbeit)
Außerdem: Emailschriftenmalerei hat nichts mit web.de zu tun, Ewer sind Schuten auf (See-) Schiffen, die ent- und beladen werden müssen und das Bild ist ein Ausschnitt von meinem ZOS-Plakat. Es soll anscheinend etwas über mich bzw. meine Persönlichkeit aussagen (Vielleicht, dass ich selbst im hohen Alter noch auf der Straße im Schneidersitz sitzen kann oder dass ich zahnlos, aber glücklich alt werde oder... (Fortsetzung folgt))

08 April 2006

Hastenichtgesehn


Pläne schmieden und an die weiße Wand starren. Schließlich muss alles passieren. Oder nichts.


State of mind: Aufregung, Verwirrung, Kupferkind fühlt sich hintergangen und ahnungslos. Musste das wirklich sein?
Und was macht der die ganze Zeit?


"Ihr oft so: Wie biste eigentlich zu VIVA gekommen?
Ich dann so: Ganz klassisch über ein Casting, bei dem ich 1500 andere Ladies vom Platz gefegt habe. Es war ein klassisches TV-Casting alter Schule, in dem ich mehrere Disziplinen durchlaufen musste: Triathlon, Armdrücken, Fingerhakeln, Topfschlagen, aus-dem-Fenster-gucken, mit verstellter Stimme bei Dieter Gorny einen Tisch bestellen, Stabhochsprung, Indierock-Quiz, Haareschütteln, schnell um die Ecke gehen..."
Sarah Kuttner, http://www.sarahkuttner.de/biofaq.php?go=faq

07 April 2006

Wie fasst man solchen Moment?


Mein Abitur
Ein postmoderner Erlebnisbericht basierend auf einer wahren Begebenheit

Es war spät, eigentlich schon etwas zu spät. Ich hätte es wissen müssen, aber ich wusste es ja schon längst. Es war der turning point, es war: Panik. Ich packte dieses schrecklich dicke Buch und fing an. Von der Punktmutation bis zur Adaptiven Radiation, von Analysis im Englischen bis in die Mathematik, von dem "Kraftmensch" bis zum "Else komm!". Zumindest sollte es das sein. Es war dann doch sehr beschränkt, meine Zeit und mein Verständnis für all dies. Drosophila hin oder her, möge es das Fragile-X-Syndrom sein, welches für Schwachsinn bei Männern sorgt, das Abitur steht wohl unter dem "zu-wenig-Zeit"-Stern. Oder war es doch der Mond?

Weise: "Heute stehe ich einen Schritt vorm Abgrund. Morgen bin ich einen Schritt weiter." (Zitat stammt von gestern.)

SCHLUSSSTRICH

Fürs Erste bin ich "futsch". Fürs Zweite habe ich von meiner Mutter ein SarahKuttnerKulumnenbuch geschenkt bekommen. Fürs Dritte habe ich Freizeit im Überfluss. Fürs Vierte wird der Tiramisu-Fußballrasen doch ein historischer Moment in der Brunchkultur werden. Fürs Fünfte werde ich das Telefon zu meinem Eigen erklären. Fürs Sechste ist mein Blog reanimiert worden. Fürs Siebte bin ich glücklich. Furchtbar glücklich.