Im/ am/ um den See
Achtung: Der Titel täuscht! Bisher hatte ich diese und letzte Woche keinen Kontakt zum See. Es ist nicht so, dass ich ihn meide (vielleicht meidet er mich), aber es gibt einfach zu viel zu tun um einfach unterzutauchen. Nur nachts erhebt er sich und vernebelt Konstanzer Straßen und Fußgängerwege.
Mein Leben in Konstanz. Ich bin ein neuer Mensch.
NEIN. Defintiv nicht.
Denn es wäre schrecklich, wenn nicht nur alles um mich herum fremd wäre, sondern ich mir selbst auch. Obwohl vieles Neue schon gewohnt geworden ist. Die Hinterköpfe meiner Mitstudenten (wenn man etwas zu spät in die Einführungsveranstaltung kommt und in der letzten Reihe Platz nimmt) oder die Gesichter der anderen (wenn man ihnen bei der Kneipentour gegenüber sitzt). Ich kann ihnen schon mit Leichtigkeit Namen zu ordnen. Manchen sogar den Heimatsort.
Mein Stundenplan verwirrt mich jeden Tag erneut: Seit wann hat eine Arbeitswoche vier Tage? Das Buch zur Einführung in die Methoden der Psychologie habe ich mir noch immer nicht gekauft, da mir, als ich in Annes Exemplar lukte, klar wurde, dass es Bücher gibt, die böser sind als der Linder. Dazu zählt sicher auch das Statistik-Script. Im Gegenzug dazu gibt es aber auch einen Kurs, der mich an angestrengte Religionsdiskussionen und entspannte Psychologiestunden in der Schule erinnert - ein wirklich interessanter Ausnahmefall. Den Rest erfahrt ihr später. Ich ebenfalls.
Es grüßt, das Kupferkind.
Im/ am/ um den See
