Personenverzeichnis Kupferkind: Ein Entwurf/ echt unecht oder war es andersrum?/ der kleine Egoist/ das bessere Ich/ ein hirntotes Liebewesen/ die, die das schreibt/ die, die so tut, als ob sie das schreibt/ die, die nicht weiß, aber gerne wissen würde/ die- ach, lest doch selbst! Karla Kolumna: Tochter und Einzelkind der wahrhaftigen Karla Kolumna, kurz KK II. Ausbildung zur Professional-FAQ-Konzeptionistin bei Kürthy&Co. GmbH. Unbezahlt. Weitere sprechen für sich. In Posts. Manchmal.

18 Oktober 2006

Im/ am/ um den See

Achtung: Der Titel täuscht! Bisher hatte ich diese und letzte Woche keinen Kontakt zum See. Es ist nicht so, dass ich ihn meide (vielleicht meidet er mich), aber es gibt einfach zu viel zu tun um einfach unterzutauchen. Nur nachts erhebt er sich und vernebelt Konstanzer Straßen und Fußgängerwege.

Mein Leben in Konstanz. Ich bin ein neuer Mensch.
NEIN. Defintiv nicht.
Denn es wäre schrecklich, wenn nicht nur alles um mich herum fremd wäre, sondern ich mir selbst auch. Obwohl vieles Neue schon gewohnt geworden ist. Die Hinterköpfe meiner Mitstudenten (wenn man etwas zu spät in die Einführungsveranstaltung kommt und in der letzten Reihe Platz nimmt) oder die Gesichter der anderen (wenn man ihnen bei der Kneipentour gegenüber sitzt). Ich kann ihnen schon mit Leichtigkeit Namen zu ordnen. Manchen sogar den Heimatsort.
Mein Stundenplan verwirrt mich jeden Tag erneut: Seit wann hat eine Arbeitswoche vier Tage? Das Buch zur Einführung in die Methoden der Psychologie habe ich mir noch immer nicht gekauft, da mir, als ich in Annes Exemplar lukte, klar wurde, dass es Bücher gibt, die böser sind als der Linder. Dazu zählt sicher auch das Statistik-Script. Im Gegenzug dazu gibt es aber auch einen Kurs, der mich an angestrengte Religionsdiskussionen und entspannte Psychologiestunden in der Schule erinnert - ein wirklich interessanter Ausnahmefall. Den Rest erfahrt ihr später. Ich ebenfalls.
Es grüßt, das Kupferkind.

Im/ am/ um den See

05 Oktober 2006

Um den Abschied wissend

Konstanz-Stuttgart
Gekommen um zu gehen.
Begrüßt um verabschiedet zu werden.
Wieder da um endgültig in die Ferne zu fliehen und an Heimweh zu erkranken.

Ich wache jeden Morgen mit dem Gefühl auf, hier für immer zu sein. Der Umzug sei ein Traum, das nahende Datum ein Albdruck.
Jeden Morgen ist der Himmel so blau als wollte er mir sagen, dass die Zeit nicht vergeht. Doch er lügt. Und ich glaube ihm alle ersten fünf Minuten eines neuen Tages um dann kläglich an der Wahrheit zu scheitern.


Schon verabschiedet: In Bowling-City (oder andersrum) Prinzch, Draener, Bart, Fritz, Burned, Angieee, Ossi, PS. Die Anna aus der Bahn.

Noch vier Nächte.

"Alle Veränderungen, sogar die meistersehnten, haben ihre Melancholie. Denn was wir hinter uns lassen, ist ein Teil unserer selbst. Wir müssen einem Leben Lebewohl sagen, bevor wir in ein anderes eintreten können."
Anatole France (1844-1924)