Personenverzeichnis Kupferkind: Ein Entwurf/ echt unecht oder war es andersrum?/ der kleine Egoist/ das bessere Ich/ ein hirntotes Liebewesen/ die, die das schreibt/ die, die so tut, als ob sie das schreibt/ die, die nicht weiß, aber gerne wissen würde/ die- ach, lest doch selbst! Karla Kolumna: Tochter und Einzelkind der wahrhaftigen Karla Kolumna, kurz KK II. Ausbildung zur Professional-FAQ-Konzeptionistin bei Kürthy&Co. GmbH. Unbezahlt. Weitere sprechen für sich. In Posts. Manchmal.

30 Dezember 2006

Für wen oder was, Gedankenstrich. alles Fragezeichen

Für Lena
"Chuck Norris hat keine Uhr. Er bestimmt wie spät es ist."
(s. StudiVZ-Gruppe)

Für Verzweifelte, Verständnislose und noch weniger Verständnis
"Für die Methodenlehre als Teildisziplin der Psychologie sind es aber gerade die ´hard problems´einer ´soft science´, die ihren Sex-Appeal ausmachen."
(s. "Forschungsmethoden der Psychologie" von Wilhelm Kempf, S.69 Die Narrative Erklärung, Zeile 38,5-40)

Für den Schätzer
df=n-1 oder Weltfrieden oder so ähnlich.

Für mich
"...ein Flug zum Mond."
(s. "Forschungsmethoden der Psychologie" von Wilhelm Kempf, S.69 Die Narrative Erklärung, Zeile 38-38,5)

Empfänger an Verteiler
Für was?
auch
- warum -

17 Dezember 2006

Ein Wochenende psycho

Zeitspanne: Mittwochabend bis Sonntag.
Mittwoch, auch Freitagabend eins: Arte-Diskussion beim Aufräumen verfolgen. Statistik-Skript lesen - verstehen? - lesen. Lange Nacht.
Donnerstag, auch Freitagabend zwei: Motivation, Emotionsforschung, Alberto-Fertigpizza (Tomate-Ruccola, 1 €, Wochenangebot, ungefähr in jedem Einkaufswagen eines Studenten vorzufinden), Tanzen-gucken im Industriegebiet, zu Hause umziehen. Mitteilen, dass man zu spät ist, zu spät sein. Musik und Milchreis, Uniberg hoch zur "Alice im Wunderland"-Physikerparty, Physiker (---), qualmende Cocktails, die furchtbar schmecken.
Freitag, gefühlter Samstag: Spät aufstehen, Oma anrufen. Gute Vorsätze, dann doch eine halbe Stunde "Match Point" angeschaut, Mittagessen (genauer weiß ich`s leider nicht mehr), Rock`n`Roll im Zimmer auf- und abtanzen. Mit Jule telefonieren. Duschen. Spieleabend bei Franziska. Scrabble mit bypassen, der Bingozität und CCÜÖXYQN. Lena stellt sich fast auf den Plätzchenteller (ein fiktiver Untergang), alles nur wegen den Wiseguys.
Samstag, auch Samstag , der Zweite: 8.00 Uhr Weckerschrillen. Auf nach Dingelsdorf/Ortmitte. 9.30 Uhr in Dingelsdorf/Ortmitte: Nebel, Straßenkurve, niemand außer Handfeger haltende Frau auf der anderen Straßenseite. Geisterstädtchen. Heiße Schokolade und Lebkuchen mit Antje. Emotionsforschungsreferat, dreieinhalb unverständliche Seiten. In die Uni-Bibi um vom Kopierer gefressene Buchstaben zurückzufordern. Bibliothekar verhilft zu Zusatzmaterial. 15.30 Uhr: Fast zu hause, noch kein Mittagessen. Charlotte ruft an. 17.30 Uhr: Noch immer kein Mittagessen, aber während dem Telefonieren gezwungener Maßen Nachbar bespannt und Trauma erlitten. Penny. Endlich: Wildreis mit Pute und Spinat-Sahnesauce. Wahrheitstafeln mit Lena im Europahaus. Schon wieder Essen: Gemüsesauce, Salat und Nudeln. Glühwein. Ins Kula gehüpft. Tanzen bis fünf vor drei -
eigentlich Sonntag, auch Sonntag: - Träumen bis 10.30 Uhr. Ausgiebig gefrühstückt und noch immer nichts gemacht. Vielleicht noch an den See, Statistikübungsblätter, Emotionsforschungstext übersetzen und MatchPoint anschauen. Vielleicht.

15 Dezember 2006

Wahrheitstafel

Logisch wahr oder kontingent. Aber keinesfalls logisch falsch!

Milchreis geht immer, auch mit Pudding(klümpchen) und ohne Zimtzucker. Es gibt Pommesautomaten - wirklich! Mensaessen kann trotz Auszeichnung einfach ekelerregend sein. Statistiklernen konstant, am besten jede Woche oder jeden Tag, am liebsten nie. Bei Obi-Lieferungen fängt der vormittag schon um 7 Uhr morgens an. Plane deine Woche. Plane deine Woche nicht. Meide Unipartys; sie sind l-a-n-g-w-e-i-l-i-g. Lade alle lieben Menschen zum Weltspiegel schauen am Sonntagabend ein. Mache dein Zimmer zum Szenetreff. Verpflichte männliche Mitbewohner zur Mithilfe am Teppichausrollen, Spiegelaufhängen und Schränkeanbohren - akzeptiere keine Ausrede. Nicht nur Mädchen haben langes, lockiges Haar. Man kann auch ohne Internet- und Telefonanschluss leben, sollte es aber nicht. Studentenwohnheimzimmer in der Jakob-Burckhardt-Straße haben eine Zugtoilette implantiert bekommen und einen Schalter zum Licht ausknipsen an der Herdplatte. Es gibt Menschen, unglaublich. Wer oder was toll ist: Beim Impro-Theater Rosen auf die Bühne werfen, Omaküchengardinen und deine Eltern (Hast du schon die anderen kennengelernt?).

12 Dezember 2006

Fruit of the Loom oder Der Bad-Taste-Eintrag

Gestern
Es hat nicht geregnet und ich hatte trotzdem einen Regenschirm mitgenommen. Nach der Kontrolle der unvorhandenen Hausaufgabe in den Methodenübungen, kochten wir köstlichstes Kartoffelgratin und ich stieß endlich auf einen (mich von den) Statistik-Übungsblatt (er-)lösenden Mitstudenten. Um sechzehn Uhr erlag ich dem Jack-Sparrow'schem Charme meines Statistikprofessors und es war schon wieder Nacht (oder zumindest dunkel). Abends unerwartete Trainingserfolge und endlich wieder eine Halle voller Leute und Rock'n'Roll-Musik. Auf dem Heimweg, diesmal zu Fuß, fröhlich summend über die Fahrradbrücke gelaufen. Dunkles Mysterium am Abend: Ich entdecke in meinem hell erleuchtetem Zimmer vom Gehweg aus eine Person an einem - meinem? - Laptop an meinem - meinem! - Schreibtisch sitzen. Ich eile um die Ecke, stürme die Treppen hinauf (ganze drei Stufen) und als ich die Tür aufschließe, ist das Licht in meinem Zimmer erloschen; der Raum leer.

Heute
Fester Vorsatz dem dunklem Mysterium nachzugehen. Zwei Vorlesungen aus Logenplätzen belauscht. Im Statistiktutorium lernte ich der/die/das Erwartungsschätzer kennen und habe nun beschlossen mit Lena eine "Fruit of the Loom lookalike"-Bad-Taste-Sweatshirt produzierende Modefirma zu gründen und Shirts mit Statistik-Aufdrucken wie "Der Schätzer" und "Klein- und Großtheta, die zweieiigen Zwillinge" zu designen. Schließlich möchten wir alles machen. Außer ein Psychologiestudium.


Was man so alles in Psychologie lernt:
Der Hypothalamus organisiert die "four big F's": feeding, fighting, fleeing, "Reproduktion" (Originalzitat aus Biopsychologie, acht Uhr dreißig).
(Und wieder ein Spruch für die Bad-Taste-Sweatshirts à la "Bitte helfen Sie mit die Toiletten sauber zu halten."(Quelle: Uniklo)).

Schon von der Konkurrenz gehört? "Deine Mutter klaut bei kik."

10 Dezember 2006

Sonntage

Ich laufe über die Straße. Meine Stiefel klopfen auf den feuchten Beton. Kinder in Regenjacken schieben sich auf den Gehweg. Mutter rechts von ihnen. Ein Auto biegt ab. Sonntage sind die besseren Tage. Heute.

Herz-Klinikum neben dem vereinsamten Spielplatz mit Ping-Pong-Platte. Straßenbuchten. Idyllische Einfamilienschlösser, umzäunt mit Eisengitter. Gefangen im eigenen Gartenzaun. Der Bodensee.

Im Wasser gleiten stille Wellen. Totes Meer. Aber wunderschön.
Paare klammern ihre Finger ineinander, verspotten den anderen, ignorieren sich, sind glücklich; sind zu zweit.

Im groben Kies komme ich dem Wasser nahe. Der Himmel ist Wasser, das Wasser Himmel; am Horizont beides Eins. Blau auf Grau.
Am gegenüber liegendem Ufer leuchten Lichtpunkte auf und drehen ab. Es riecht nach hunderten Geschichten. Ich möchte sie greifen, darüben, am anderen Ufer, das im Nebel liegt.
Weiß-Rot-gestreifte Holzpfosten in die vibrierende Wasseroberfläche geschraubt. Messlatten. Sie addieren Meter um Meter als wollten sie die Entfernung zwischen meiner Stiefelspitze und den laufenden Lichtern messen. Diese Distanz hat keine Einheit.

Ich kehre den Vögeln am Kies den Rücken zu und laufe.