Personenverzeichnis Kupferkind: Ein Entwurf/ echt unecht oder war es andersrum?/ der kleine Egoist/ das bessere Ich/ ein hirntotes Liebewesen/ die, die das schreibt/ die, die so tut, als ob sie das schreibt/ die, die nicht weiß, aber gerne wissen würde/ die- ach, lest doch selbst! Karla Kolumna: Tochter und Einzelkind der wahrhaftigen Karla Kolumna, kurz KK II. Ausbildung zur Professional-FAQ-Konzeptionistin bei Kürthy&Co. GmbH. Unbezahlt. Weitere sprechen für sich. In Posts. Manchmal.

31 Dezember 2005

Die letzten Worte 2005


Das mit dem schnellen Von-Laptop-auf-PC-Wechsel wurde jetzt doch nichts. Genauso wenig bin ich auf einen Roten Faden im Jahr 2005 gestoßen. Stattdessen entdeckte ich viele Sinnlosigkeiten z.B. ich habe meinen Füherschein bestanden, fahre aber so gut wie nie Auto (und will auch nicht Auto fahren. Bin aber gerne Beifahrer, wenn ich nicht Kartenlesen muss, sondern nur zur Unterhaltung drinne sitze oder Radio an, aus, leise, laut stellen muss). Das ZOS-Nachtreffen (=Zielorientierungsseminar) mit Frau B. war sicherlich auch eine sehr überflüssige Aktion. Ähnlich verhält es sich mit: Linder zusammenfassen und lernen um schließlich vier Punkte zu schreiben ;-), Geschichtsunterricht am Nachmittag, an einem Mittwochnachmittag am Literaturhaus auf einen Schriftsteller warten, Blogschreiben, ... Da kommt doch einiges zusammen. Vielleicht sollte ich deshalb gleich jetzt gute Vorsätze fürs nächste Jahr schreiben. Vielleicht finde ich dann den Roten Faden 2006...
Guten Rutsch!

P.S.: Falls bei euch das "übliche Silvestergeficke" ( obszönes Neologismen-Plagiat von Schwester meiner Nebensitzerin, was so viel bedeuten soll, wie das gewohnte Hickhack um das wo und mit wem Silvester gefeiert werden soll) angefangen hat und ihr euch ernsthafte Sorgen über eure Zukunft macht, könnt ihr euch entspannt vor den PC setzen und eurem Ende ins Auge sehen: http://quizfarm.com/test.php?q_id=8960&first=yes

Mein Ergebnis von "how will you die" ist:
Your death will be suicide. What more can I say? Fact: Suicide is a permanent solution to a temporary problem. If you want to know hwo you will commit suicide, take a look at your second highest percentage on the bar graphs.

Suicide 73%
Posion 67%
Natural Causes 60%
Gunshot 53%
Cut Throat 47%
Bomb 47%
Accident 33%
Disease 27%
Stabbed 27%
Drowning 20%
Suffocated 20%
Disappear 13%
Eaten 0%

30 Dezember 2005

Kurzer Blick über die Schulter

Ein Jahresrückblick ist eigentlich ziemlich spießig und langweilig. Da wimmelt es dann von Sätzen wie "Wir sind Papst" oder es gibt noch viel niveauloser Rückblicke wie "Die nervigsten Deutschen 2005", bei denen dann wirklich der "Crazy Little Frog" vom Klingeltonanbieter Jamba den ersten Platz belegt. Deshalb möchte ich eigentlich nichts damit zu tun haben.
Trotzdem muss ich zugeben, dass ich es für sinnvoll halte die persönlichen High and Lows des Jahres zu resümieren. Denn man möchte doch zumindest das Gefühl haben aus seinen Fehlern zu lernen und ein Stück Glück gehabt zu haben. Und letztendlich sucht man nach einem roten Faden in seinem Leben, nach einem kleinen bisschen Sinn, der sich vielleicht gerade 2005 offenbart hat. Und wenn nicht, dann tut man eben so als gäbe es Schicksal und als wäre da eine Richtung zu erkennen, eine positive Entwicklung. Deshalb möchte ich mir jetzt auch so etwas zusammen dichten. Einen Blick erhaschen auf das kleine Wunder des roten Fadens, des Schicksals, dem Sinn.
[Fortsetzung folgt, wenn ich den Laptop gewechselt habe. Hopefully this evening]

29 Dezember 2005

Was bisher geschah - Ferien Teil 1

Ich habe meine ToDoListe fertig geschrieben und mich danach so überfordert gefühlt, dass die meisten Dinge wohl noch bis zum Ende der Woche unerledigt bleiben (oder noch länger). Stattdessen habe ich angefangen mein Zimmer aufzuräumen (das ist bei mir eine Wochenaufgabe, wirklich!). Habe beim Aufräumen ganz schlimme Dinge entdeckt z.B. alte Kommentare von Lehrern für die Schülerzeitung, die ich für die 6. KostmosAusgabe gesammelt hatte, und einen Zettel auf dem der Termin für das Treffen mit dem besagten Autor draufsteht (s. Blogeintrag "Ich schaufel mir mein Grab"). Nunja, sehr schreckliche Dinge... Ansonsten greife ich lieber zum Telefonhörer als zum Mathebuch. Zu meiner Verteidigung muss ich sagen, dass die weniger lästigen Aufgaben wie Bio-Poster fürs Abi machen schon in Angriff genommen wurden. Muss mir jetzt nur noch überlegen, wo ich meine Eucyten und Protocyte (sieht aus wie ne Maus) aufhänge.

26 Dezember 2005

Am Ende des 2. Weihnachtstags

Die Feiertage sind schon fast vorbei. Habe in den letzten Tagen nur Plätzchen gegessen, keine Jeans angezogen ( "das trägt niemand in der Kirche, niemand", meint meine Mutter. Die Hälfte trug nachher doch Jeans. Nur ich nicht...), Fotos vorm Tannenbaum gemacht, Verwandte besucht, wurde zum Weihnachtslieder singen en masse genötigt (was im Endeffekt für keinen der Beteiligten von Vorteil war), habe Weihnachtsgeschenke bewundert und aufgebaut, durchgeblättert und anprobiert. Kurz gesagt waren die letzten Tage sehr stressfrei. Heute Abend wage ich mich daran meine Weihnachtsferien zu planen. ToDoListen in den Ferien sind irgendwie grausig.

24 Dezember 2005

Es begab sich aber zu der Zeit...


Bin gestern gerade noch rechtzeitig vor HeiligAbendmorgen nach Hause gekommen und habe schnell das Licht in meinem Zimmer ausgeschaltet um mir einbilden zu können, dass ich den 24.Dezember erst morgens bemerke und mit einem weihnachtlichen Kribbeln im Bauch aufwachen würde.
Bin dann auch aufgewacht. Das Weihnachtliche Kribbeln vermisse ich bis jetzt. Ein Blick aus dem Fenster verrät mir, dass selbst im Botnanger Wald der Schnee schmilzt. Meine Schwester ist gerade eben noch in die Stadt gefahren - die letzten Geschenke einkaufen. Das alles verträgt sich zumindest meiner Meinung nach nicht gut mit meinem romantischen Weihnachtsidyll. Heute ist ein konsumfreier Tag (Geschenke einkaufen war bis gestern legetim, heute verboten), meine Mutter könnte ja zumidest so tun als würde sie stundenlang in der Küche am Weihnachtsessen rumwerkeln, mein Vater sollte Weihnachtsmusik hören und ich würde mich wirklich gerne auf Heiligabend freuen. Aber mit der Zeit wird einem klar, dass ein Playmobil-Ponyhof eben doch nicht das Highlight des Jahres ist und mir seit geraumer Zeit Playmobil sowieso ziemlich schnuppe ist. Gleich verhält es sich mit Barbieschiffen, Einkaufsläden, Steiffkuscheltieren, BabyBornpuppen und Bobbycars. Ich möchte hiermit nicht sagen, dass ich dieses Jahr kein tolles Weihnachtsgeschenk bekomme, aber das ich es 1. schon kenne und 2. es keine aus der Kindheit gewohnten Weihnachtsglücksgefühle in mir auslöst.
Aber jetzt einfach mit meiner Schwester zum Wittwer zu laufen oder gar den Weihnachtsgottesdienst zu verpassen, kommt nicht in Frage. Stattdessen muss Idylle künstlich aufrechterhalten werden. Das ist wie die Produktion von Glücksgefühlen durch mindestens einminütiges, unechtes breites Grinsen. Ziemlich dämlich, aber wirksam (laut Medizinern). Deshalb werde ich heute endlich die letzten 15 Türchen meines Adventskalenders öffnen, meine Oma anrufen, die nicht an Heiligabend kommt, Weihnachtsmusik nonstop hören, selber in der Küche stehen und Schokoglasur herstellen, Geschenke fertig einpacken und schließlich mit einem Kribbeln im Bauch in der Kirche sitzen.

Frohe Weihnachten!

==> Für weihnachtliches Kribbeln das Janoschbild runterladen, vergrößern, ausdrucken und anmalen. Am besten mit Wachsmalfarben und manchmal über die Begrenzungen rausmalen. Sieht dann nach aufgeregtem, vor dem Weihnachtsmannangsthabenden Kleinkind aus. Sehr authentisch. Weitere Ausmalbilder für Heiligabend unter www.janosch.de

21 Dezember 2005

Declaration of Independence

Ich muss auf morgen keine Englischvokabeln lernen, mich vor Mathehausaufgaben drücken oder Freud im Internet suchen. Denn heute muss ich nichts, gar nichts.
Bin frei.
Habe Zeit um
ins große, schwarze Ferienloch zu fallen.

19 Dezember 2005

Nicht für Kinder unter 3 Jahre geeignet

Ich habe heute ein Überraschungsei bekommen. Biowette mit dem Ihschau (Namensverunstaltung ist Plagiat von MSN-Kollege). Ein Kinder-Ü-Ei macht alles wieder gut: Ein langweiliges Wochenende, eine anstehende Geschichtsklausur und einen langen Schultag. Besonders weil ein Überraschungsei der blödsinnigste Wetteinsatz nach der "Ehre" ist. Das Beste daran ist der in Silberfolie, Schokolade, gelbem Plastikei und umständliche Bedienungsanleitung mit Warnhinweis (Achtung: Kleinteile können verschluckt werden) eingepackte Plastikkruscht, den man sofort zusammen baut (wenn man dazu in der Lage ist, den Warnhinweis gelesen hat und somit nicht die Kleinteile verschluckt hat), für drei Sekunden bewundernd anschaut und dann für hässlich erklärt. Somit wandert der Plastikkruscht, in meinem Fall eine braunfarbene Orgel mit gelben Pfeifen, zu der Silberfolie, dem gelben Plastikei und der Bedienungsanleitung mit dem Warnhinweis in den Mülleimer. Was für ein wunderbarer Blödsinn!

16 Dezember 2005

Das kommt davon, wenn man vom Baum der Erkenntnis isst...


Ich bin blond - naja, zumindest im Sommer - ihr wisst hoffentlich, was ich sagen will. Wenn ja überspringt den nächsten Absatz, wenn nicht, lasst euch kurz mit meinen Assoziationen auf die Sprünge helfen.
Blond ist Dieter Bohlen, Barbie und Desiree Nick (Dschungelcamp - ohje, wollte damit nicht sagen, dass ich das mal angeschaut habe. Also, nur ein klitzekleines bisschen davon, weil man sich ja über alles informieren muss als Abiturient. (Diese Aussage wird jetzt nicht hinterfragt, verstanden!)) Blond ist meistens nicht echt, somit sehr ungesund für das Haar. Echtes Blond bedeutet viel Sonnencreme im Sommer mit Lichtschutzfaktor 20 aufwärts. Blond beginnt mit dem selben Buchstaben wie blauäugig, bescheuert, blöd, begriffsstutzig. Aber auch wie begehrenswert und beliebt. "Männer stehen auf Blondinen, heiraten nachher aber die Brünetten" (Volksgut, Allgemein Bildung und absolut unfair (wahrscheinlich auch unwahr)) Kann das Buch "Shwimmen gegen Blond" nur empfehlen ( "Schwimmen gegen Blond" von Sandra Hoffmann, 96 Seiten, verfügbar in der Zentralbücherei, in der Bücherei Möhringen und Vaihingen).
Trotz meinem blonden Haaransatz und dem darunter ruhenden Schädelinhalt (beim modernen menschen ca. 1400 ml) bin ich in dieser Woche zumindest für kurze Zeit der Weisheit nahe gekommen.

Meine Erkenntnisse:

Montag: Suche nach Turmspringer-Traummann im eigenen Blog ist ziemlich erfolglos.
Dienstag: Exzessives Fernsehen macht so lange Spaß bis am nächsten Tag der Wecker klingelt.
Mittwoch: (sehr späte Erkenntnis) Trinke nicht mit einem Kranken aus der selben Eisteeflasche.
Donnerstag: Gehe niemals mit einem glücklichen Paar auf den Weihnachtsmarkt, wenn dein Privatleben den Bach hinunter geht. (Unglückliche Paare können allerdings eine sehr positive Auswirkung auf das Lebensgefühl eines Singles haben)
Freitag: Verliere niemals die Hoffnung.

Kupferkind betrachtet die Erkenntnisse, verharrt in der Denkerhaltung, philosphiert und kommt zu dem Entschluss: Das können nur Erkenntnisse eines echt blonden Gehirns sein. Aber Einsicht ist der erste Schritt zur Verbesserung.


Ich weiß doch: nur der Glückliche
Ist beliebt. Seine Stimme
Hört man gern. Sein Gesicht ist schön.

(Erste Strophe aus "schlechte Zeit für Lyrik" von Bertolt Brecht)

13 Dezember 2005

Identitätsverlust

Zu viel Lernen führt zu ständigem Unwohlsein, nicht unkontrollierbarer Müdigkeit, Emotionsstörungen und schließlich zum Identitätsverlust. Deshalb habe ich gestern eineinhalbstunden ferngeschaut. Was? Einfach alles: MTV, PRoSieben, Viva,... Fühle mich jetzt wieder als Ich und nicht nur als Es.

12 Dezember 2005

Abriss der letzten 24 Stunden


Homo ergaster trampelt über meinen Schreibtisch, wälzt sich ungestüm über mein Blätter Chaos, wirft unentwegt Fragen auf. Suche Antworten im Internet, finde alles nur keine Zwischenkieferknochen, vergesse alles und weiß plötzlich nicht einmal mehr, ob ich selbst homo sapiens oder doch eher primat bin (oder beides oder nichts). Bewundere Turmspringer im Fernseher (Polizeiruf 110, ARD, Sonntag: 20.15 Uhr). stelle fest, dass ich auch Turmspringer werden will. Stelle danach fest, dass man dafür mutig sein muss und ich das letzte mal vom Dreimeterbrett in der Vierten Klasse gesprungen bin. Verwerfe meinen Zukunftstraum - möchte nun lieber einen erfolgreichen Turmspringer heiraten (wer sich also bewerben möchte, kann mir einfach eine mail schicken oder im comment seine Handynummer angeben *lol*). Ansonsten natürlich Handballer... Was ich bloß schreibe, zurück zum Thema: Lerne dann doch noch ein bisschen über Mitochondrien und Endosymbionten (ohne zu verstehen, was ich da eigentlich lerne). Gehe zu spät ins Bett bzw. muss viel zu früh aufstehen. Renne zur Bahn. Ergänze im Kunstunterricht meinen Zukunftstraum mit dem Turmspringer (also wer sich bewerben... achso, habe ich schon vorher gesagt, siehe oben) mit einer Villa am Strand von LeCorbusier. Wahrscheinlich nur als Zweitwohnsitz, versteht sich. Lerne in Mathe Bio ohne das es mein Mathelehrer merkt - strike! - und schreibe eine 90-minütige Bioklausur. Rechne, nachdem ich das Blatt überflogen habe, meinen Punktedurchschnitt für diese Halbjahr aus, falls ich in dieser Klausur null Punkte schreibe. Merke, dass dies 7 Punkte wären. Merke, dass ich biologie doppelt zählen lassen muss. Verfluche die Arbeit. Beantworte die Fragen unzureichend und gebe um 13.15 Uhr die Klausur ab. Esse eine Pizzatasche beim Kamps. Schlafe in Geschichte fast ein. Bin wieder zu Hause. Schlafe schon wieder fast ein. Und nun ... *wegdös*

P.S.: Auf dem Bild sieht man meinen Tanzpartner als Southpark-Sims-Menschen. Das ist mit einem Sims-add-on erstellt mit dem man solche coolen Southpark Personen erstellen kann. Wenn ich das Programm habe, stelle ich mein Southparkbild auch mal auf den Blog ;-)

07 Dezember 2005

Wunschliste

Heute ist der 7. Dezember 2005, es sind noch siebzehn (keine Garantie für Gültigkeit dieser Zahl, schließlich ist es schon spät und ich habe gerade keinen Taschenrechner da)Tage bis Heilig Abend und ich höre weder "Jingle Bells" und "Rudolph the rednose reindeer", habe "last Christmas" noch lange nicht als Ohrwurm, habe noch keine Weihnachtsplätzchen gegessen, keinen Schokoladennikolaus verputzt, mein adventskalender ist noch immer beim fünften Törchen (hierzu: da ist aber auch nur ungenießbare Schokolade drinne, habe also gar keine Motivation ihn weiter aufzumachen, da ich sonst nur ständig überlegen muss, wohin mit der billig Schokolade. Vom Adventskalender direkt in die Mülltonne ist ja auch etwas daneben...), habe noch nicht vom Weihnachtsmann geträumt, keine Weihnachts- oder Wichtelgeschenke gekauft, noch nicht die Sinnfrage des Dezember gestellt ( "Gibt es den Weihnachtsmann wirklich?"), war noch nicht auf dem Weihnachtsmarkt und - das ist überhaupt das schlimmste an allem - habe noch nicht einmal eine Wunschliste geschrieben. Und da es jetzt draußen so dunkel ist, kein Schnee liegt (welche Misere) und nur der PC weihnachtlich brummelt (weihnachtlich, da in der Kirche beim Weihnachtsgottesdienst die meisten bei den unbekannteren Liedern immer nur so mit brummen ==> comme mon ordinateur) wünsche ich mir hiermit, dass ich mich endlich so fühle, wie man sich am 7. Dezember und 2. Advent zu fühlen hat. finit.

P.S.: Ich danke meiner Schwester mich an ihren PC zu lassen, obwohl es schon spät ist und sie ihren Schreibtisch aufräumen muss. (kann sie das nicht ein andermal machen *grr* ;-))

05 Dezember 2005

Warum ich Chemie hasse!

Es gibt viele Gründe Chemie zu hassen. So viele, dass ich Chemie mittlerweile schon längst abgewählt habe.

1. Mein Chemielehrer war nie mein Lieblinslehrer und ich nicht seine Lieblingsschülerin. Obwohl: so viel Aufmerksamkeit wie er mir mit Abfragen an der Tafel und Versuchen mit den Bunzenbrenner widmete... nunja, Chemielehrer sind mir bis heute genau so fremd wie die Formel von Schwefelsäure.

2. Ich drei Jahre (oh gott, waren es wirklich drei Jahren!?!) den Chemieunterricht bei ein und demselben Lehrer besuchte ohne jemals gelernt zu haben, wie man einen Bunzenbrenner anzündet. (Hier muss ich allerdings gestehen, dass es am anfang des ersten Jahres ein Arbeitsblatt zum Thema "Bunzenbrenner bedienen" gab, ich dieses aber sehr schnell verlegt und vergessen bzw. nie wirklich gewusst habe.)

3. Versuche mit Schutzbrille. Hallo! Wer hat diese grässlichen, unbeschreiblich hässlichen Schutzbrillen für Möchtegernchemiker und hoffnungslose Chemieschüler erfunden? Wenn ich hilflos versuchte mit dem Streichholz, den Brenner anzuzünden (ich hatte aber die Gaszufuhr noch nicht geöffnet) wurde ich fies grinsend darauf hingewiesen, doch zunächst eine Schutzbrille anzuziehen. Welche Demütigung vor der Klasse nicht nur unfähig herum zu hantieren sondern auch noch bescheuert dabei auszusehen.

4. Salzsäure - Der Beweis dafür, dass Chemie wirklich ätzend ist.

5. Heute alle Leute bei MSN offline sind Chemie lernen, nur ich vor dem Laptop sitze und mich im Internet langweile.

03 Dezember 2005

"If I couldn`t see the words, at least I wanted to touch them." (Moon Palace von Paul Auster, Cornelsenausgabe S. 38, Z.7)

01 Dezember 2005

Martha weg, Otto weg, letzte Lösung: Dieter


Treffpunkt: Glasblock.

Haltestelle Keplerstraße. ElChico - Metropol - Gloria - Weihnachtsmarkt - Glasblock.

Uhrzeit: 12.01 Uhr. Gerade noch rechtzeitig. Zumindest denkt man das. Definition von man: Kunstkurs des Kosts inklusive Kunstlehrerin. Wir sind da, alle. Naja, fast alle. Aber er ist nicht da. Wer? Na er, der Otto. Otto Dix. Denn die Hommage à Martha gibt es schon nicht mehr und die Dauerausstellung? Die ist wegen dem Umzug der Hommage gerade nicht zu sehen. Pech für uns. Chance für Dieter. Wer? Dieter Roth. Gastiert im Erdgeschoss des Glasblocks und gießt Gartenzwerge in Schokolade. Die Schokolade ist nun schon alt - sie schimmelt. Das ist Kunst!
Ansonsten begutachten wir braune und weiße Eier auf Holzblöcken, Luftballons, die Stück für Stück größer werden und den Titel: "Die Luft ist rein" tragen, Papierfetzen ("sheet of paper torn up) und Papierkugel (sheet of paper crumbled into a ball) und "Die Inqusition" von Rebecca Horn. Sehr beeindruckend, verwirrend, inspirierend, schockierend - bin sprachlos.
Zum Schluss ende ich beim "peacemaker", ein Bild, Acryl auf Leinwand, K.R.H. Sonderborg. Von einem Professor unserer Kunstlehrerin. INTERESSANT.

anhang: Auf dem Foto: Der Hase aus - ich zitiere - "Hasenköttel und Stroh" von Dieter Roth im Erdgeschoss des Kunstmuseum. Damit ihr endlich wisst, was Kunst ist...
==> Otto wird im Januar nochmals aufgesucht. Wenn er dann bereit für uns ist.